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Internet Ausfall im Unternehmen

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Wer verlegt eigentlich unsere Glasfaser? Zuständigkeiten, Zeitplan & To-dos im Überblick​

Internet Ausfall im Unternehmen

Ein stabiles Internet ist für Unternehmen heute genauso wichtig wie Strom oder Wasser. Sobald die Verbindung ausfällt, stehen Prozesse still: Kommunikation, Cloud-Dienste, Telefonie, selbst interne Abläufe hängen daran. Trotzdem wirken viele Ausfälle auf den ersten Blick rätselhaft – oft heißt es einfach „Internet geht nicht“, ohne dass klar ist, woran es liegt.

Schaut man genauer hin, wiederholen sich bestimmte Ursachen immer wieder. Einige davon entstehen im eigenen Netzwerk, andere beim Provider oder durch äußere Einflüsse. Die folgenden Punkte gehören zu den häufigsten Szenarien, die in der Praxis zu echten Internetausfällen führen.

Inhalt

1. Physische Leitungsbeschädigungen

Einer der häufigsten und zugleich unterschätzten Gründe für einen Internet Ausfall im Unternehmen sind beschädigte Leitungen. Das passiert vor allem bei Tiefbauarbeiten, Umbauten am Gebäude oder Arbeiten im Technikschacht. Glasfaser reagiert empfindlich – ein einziger falscher Bohrpunkt oder ein Bagger im falschen Bereich kann die Verbindung sofort kappen.

Solche Schäden verursachen oft längere Ausfälle, weil zuerst die Bruchstelle lokalisiert und anschließend die Leitung neu verspleißt werden muss. Das kann mehrere Stunden oder auch mal einen Tag dauern. Redundante Wege ins Gebäude sind hier die wirkungsvollste Absicherung.

.Eine neutrale Standortprüfung zeigt, welche Redundanzen wirklich möglich sind.

Internet Ausfall im Unternehmen durch physische Schäden

2. Providerseitige Netzstörungen

Nicht jeder Internet Ausfall liegt beim Unternehmen selbst. Oft entsteht die Störung im Netz des Providers – also dort, wo Backbone-Routen, Peering-Punkte oder zentrale Router betrieben werden. Fehlerhafte Updates, defekte Hardware im Core oder Probleme bei der Anbindung an andere Netze können dafür sorgen, dass bestimmte Ziele gar nicht oder nur sehr langsam erreichbar sind.

Solche Störungen wirken für Nutzer wie ein kompletter Internet Ausfall, obwohl die Leitung technisch noch synchron ist. Je nachdem, wo der Fehler sitzt, betrifft es nur einzelne Regionen oder ganze Providerbereiche. Die Behebung hängt dann vollständig vom Provider-Team ab und kann von Minuten bis zu mehreren Stunden dauern.

Unternehmen sollten Provider wählen, die klare SLAs, transparente Störungsmeldungen und robuste Backbone-Strukturen bieten. Für besonders kritische Standorte empfiehlt sich eine zweite, unabhängige Anbindung, um regionale oder providerseitige Störungen abzufedern.

3. Defekte oder fehlerhafte Netzwerkgeräte

Auch stabile Anschlüsse können ausfallen, wenn die Geräte dahinter Probleme machen. Router, Switches oder Medienkonverter sind Dauerläufer – und irgendwann gibt es Ausfälle durch Alter, Hitze oder einfach Verschleiß. Beispiele:

  • Überhitzte Hardware, weil der Technikraum zu warm oder schlecht belüftet ist
  • Defekte Ports oder Netzteile, die plötzlich keine Daten mehr durchlassen
  • Billiggeräte, die unter Last instabil werden

Störungen durch instabile oder überhitzte Hardware lassen sich reduzieren, wenn Geräte regelmäßig gewartet, überwacht und nach einem klaren Lifecycle ausgetauscht werden. Eine gute Belüftung der Technikräume verhindert zusätzliche Ausfälle.

4. Fehlkonfigurationen im eigenen Netzwerk

Viele Internetausfälle entstehen nicht durch die Leitung, sondern durch das interne Netzwerk. Ein falscher Eintrag oder eine unglückliche Regel kann reichen, um den gesamten Datenverkehr zu blockieren. Zum Beispiel:

  • Firewall-Updates, die plötzlich wichtige Ports sperren
  • VLAN-Konflikte, die bestimmte Bereiche vom Rest des Netzes trennen
  • DHCP-Probleme, bei denen Geräte keine gültige IP-Adresse mehr bekommen

Für die Nutzer wirkt das wie ein kompletter Ausfall, obwohl der Anschluss selbst völlig in Ordnung ist. Gerade deshalb gehören Konfigurationsfehler zu den hartnäckigsten Störungen – sie sehen nach „Internetausfall“ aus, sind es aber nicht.

Solche Fälle lassen sich oft vermeiden, wenn die Providerseite und der Anschluss zuvor sauber abgestimmt werden. Jetzt kostenlos verschiedene Provider für Ihren Standort vergleichen

Internet Ausfall im Unternehmen durch DNS Fehler

5. DNS-Ausfälle

DNS ist einer dieser Dienste, über die man kaum spricht, aber ohne den praktisch nichts funktioniert. Wenn die Namensauflösung hakt, können Websites, Cloud-Dienste oder externe Systeme nicht mehr erreicht werden – und für die Nutzer sieht es sofort nach einem vollständigen Internetausfall aus, obwohl die Leitung oft völlig stabil ist.

Solche Störungen entstehen häufig durch Probleme im internen DNS-Server, zum Beispiel nach Updates oder Konfigurationsänderungen. Aber auch externe DNS-Anbieter können Ausfälle haben, was viele Unternehmen erst merken, wenn plötzlich alle Dienste gleichzeitig nicht mehr erreichbar sind. Das macht DNS-Fehler so tückisch: Sie wirken wie ein umfassender Ausfall, obwohl die Ursache eigentlich sehr spezifisch ist.

Um DNS-Störungen vorzubeugen, sollten Unternehmen immer mehrere, voneinander unabhängige DNS-Server einsetzen – idealerweise eine Kombination aus internen und externen Diensten. Eine kontinuierliche Überwachung stellt sicher, dass Fehler früh erkannt werden.

6. Stromausfälle und fehlende Absicherung

Ein stabiler Internetanschluss nützt wenig, wenn die Geräte dahinter keinen Strom haben. In vielen Unternehmen sind Router, Switches oder Server nicht separat abgesichert. Fällt der Strom lokal aus – sei es durch eine Sicherung, einen Kurzschluss oder Arbeiten am Elektroverteiler – bricht die gesamte Verbindung weg.

Auch auf Providerseite kann mangelnde Absicherung zu Ausfällen führen, etwa wenn ein Technikstandort nicht ausreichend durch USV oder Generatoren geschützt ist. Das passiert seltener, aber wenn es vorkommt, betrifft es direkt ganze Regionen oder Stadtteile.

7. Cyberangriffe und Überlastung durch Attacken

Cyberangriffe sorgen heute immer häufiger für gefühlte Internetausfälle. Dabei ist die Leitung selbst oft gar nicht defekt – sie wird schlicht so stark belastet oder manipuliert, dass normaler Datenverkehr nicht mehr durchkommt. Besonders verbreitet sind Angriffe wie:

  • DDoS-Attacken, die den Anschluss mit künstlichem Datenverkehr überfluten
  • Angriffe auf öffentliche IPs, bei denen bestimmte Dienste gezielt blockiert werden
  • Manipuliertes Routing, etwa durch fehlerhafte oder kompromittierte BGP-Informationen
  • Schadsoftware, die Server oder ganze Netzbereiche lahmlegt und damit auch externe Verbindungen verhindert

Das Ergebnis ist immer das gleiche: Von außen wirkt es wie ein klassischer Internet Ausfall, obwohl technisch gesehen alles noch „online“ ist – nur eben komplett überlastet oder blockiert.

Gegen Überlastungsangriffe oder gezielte Manipulationen hilft ein professioneller DDoS-Schutz, ergänzt durch regelmäßig aktualisierte Firewalls und klar begrenzte öffentliche Angriffsflächen. Auch regelmäßige Sicherheitsupdates und Tests stärken die Widerstandskraft des Netzwerks.

8. Veraltete oder ungeeignete Netzwerkinfrastruktur

Manchmal liegt der Ausfall nicht an der Internetleitung selbst, sondern daran, dass die interne Technik schlicht nicht mehr mithält. Alte Switches, betagte Router oder provisorisch gewachsene Verkabelung können unter Last plötzlich aussteigen oder unregelmäßige Störungen verursachen. Das zeigt sich zum Beispiel in instabilen Ports, überhitzten Geräten oder Kabeln, die nur noch mit Glück ein Gigabit-Signal sauber übertragen.

Eine unabhängige Verfügbarkeits- und Providerauswahl kann hier viel Risiko rausnehmen. Mit unserer Expertise beraten wir sie gerne zu Providern, verfügbaren Technologien an Ihrem Standort und unterstützen Sie gerne beim Anschluss und darüber hinaus, damit alles reibungslos läuft. Starten Sie jetzt mit einem kostenlosen Standortcheck für Business Internet Tarife an Ihrem Standort.

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